Die Maut und das Handwerk

Zum 01. Juli 2024 treten Änderungen bei der Mautpflicht auf Bundesstraßen und Autobahnen in Kraft: Ab dann greift sie auch für Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen und unter 7,5 Tonnen. Doch viele Handwerksfahrzeuge können nach wie vor mautfrei bleiben. Der Grund: die sogenannte „Handwerkerausnahme“.

Der Mautsystem-Betreiber Toll Collect erläutert die Handwerkerausnahme so:
a. Das Fahrzeug wird von einem Mitarbeiter des Handwerksbetriebs gefahren.
b. Bei der Fahrt werden Material, Ausrüstungen oder Maschinen transportiert, die zur Ausführung der Dienst- oder Werkleistung des Betriebs notwendig sind oder
c. mit dem Fahrzeug werden handwerklich gefertigte Güter bewegt, die im Handwerksbetrieb hergestellt, weiterverarbeitet oder repariert werden.

Fahrten, die die genannten Voraussetzungen für die Handwerkerausnahme NICHT erfüllen, sind mautpflichtig.

Bei einer Kontrolle muss der/die Handwerker nachweisen können, dass diese individuelle Fahrt die Voraussetzungen für die Handwerkerausnahme erfüllt - zum Beispiel durch Vorlage der Handwerks- oder Gewerbekarte, der Gewerbeanmeldung (Kopie) oder des Lieferscheins bzw. des Kundenauftrags. Vergleichen Sie auch das Info-Schaubild des Zentralverbandes Deutsches Handwerk, das Sie HIER herunterladen können.

Hinweis:
Betriebe haben jetzt schon die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge für die Handwerkerausnahme bei Toll Collect zu registrieren; HIER finden Sie weitere Informationen dazu. Die Registrierung hat Vorteile: Bei Mautkontrollen könnten Ausleitungen von Handwerksfahrzeugen und behördliche Verfahren mit Hilfe der hinterlegten Daten minimiert werden, sagt der Mautbetreiber.

(Textquelle: www.handwerk.com)