NRW hält zusammen

Baustoffmangel im Handwerk zentrales Thema

Handwerk in der Hellweg-Lippe-Region im Gespräch mit Staatssekretärin Winkelmeier-Becker

„Der Baustoffmangel und die Unsicherheit der Preisentwicklung sowie das Fehlen von Fachkräften andererseits – das sind wohl die beiden wichtigsten, aktuellen Herausforderungen im Handwerk?“ Mit ihrer Annahme lag Elisabeth Winkelmeier-Becker (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium) bei ihrem Gespräch mit dem heimischen Handwerk genau richtig. Kreishandwerksmeister Christoph Knepper (Bergkamen) konnte -gemeinsam mit Detlef Kunkel (Stellvertretender Kreishandwerksmeister) und Detlef Schönberger (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe)- seinem Gast aus Berlin an vielen konkreten Einzelbeispielen aus der Hellweg-Lippe-Region die Lage verdeutlichen: dass etwa die derzeitige rasant steigende Preisentwicklung und der Mangel bei vielen Baumaterialien, die Widrigkeiten der unterschiedlichen Corona-Vorschriften kombiniert mit der Situation auf dem Fachkräfte- und Ausbildungsmarkt für viele kleine und mittelständische Betriebe des Handwerks eine für die Region gefährliche Gemengelage ergeben. „Wie soll ich meinem Kunden gegenüber ein Angebot drei Monate aufrechterhalten, wenn ich andererseits viele nötige Baustoffe und Halbfertigprodukte derzeit alle zwei bis drei Tage (!) neu kalkulieren muss,“ stellte Knepper dar. So kämen viele Geschäfte aktuell ins Stocken. Und auch die vom Bundeswirtschaftsminister geforderte Kulanz öffentlicher Auftraggeber entspreche im konkreten Einzelfall nur selten der Realität. Konkrete Beispiele zeigen, dass etwa beim Zimmerer-Holz Preissteigerungsraten von 90% (!) allein vom Handwerksbetrieb aufgefangen werden müssten. Und im Lebensmittelhandwerk? Bäckermeister Detlef Kunkel berichtete, dass „sich auch bei uns zur Hochphase der Corona-Krise plötzlich eine noch nie dagewesene Situation zeigte: Wir bekamen beispielsweise Hefe von Lieferanten nur noch rationiert zugeteilt!“ Überhaupt: die Corona-Pandemie. „Viele Verhaltensregeln lesen sich zwar ganz logisch, doch der Teufel liegt wie immer im Detail und in der Praxis – etwa, wenn sich die Schutzverordnung des Landes und Bestimmungen des Arbeitsschutzes komplett widersprechen“, wie die Handwerksvertreter darlegten.

Zusammen mit Staatssekretärin Winkelmeier-Becker machten sich auch Hubert Hüppe (CDU-Bundestagskandidat), Marco Morten Pufke (CDU-Kreisvorsitzender) und Rosemarie Degenhardt (ehemalige Ortsvorsteherin von Bergkamen-Heil) im Gespräch mit den Handwerkern ein Bild der Situation.

BU:

Diese sechs sprachen über die Lage im Handwerk (v.l.): Rosemarie Degenhardt (ehemalige Ortvorsteherin, Bergkamen-Heil), Kreishandwerksmeister und Feinwerkmechanik-Ingenieur Christoph Knepper (als Gastgeber), Marco Morten Pufke (Vorsitzender der Kreis-CDU Unna), Hauptgeschäftsführer Detlef Schönberger (Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe), Elisabeth Winkelmeier-Becker (Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Staatssekretärin im „Bundesministerium für Wirtschaft und Energie“), Stellvertretender Kreishandwerksmeister Detlef Kunkel (Bäckermeister) sowie CDU-Bundestagskandidat Hubert Hüppe.