NRW hält zusammen

Mit 21 der Chef vom eigenen Vater sein

Kevin Böhle (vorn links) ist gerade einmal 21 Jahre alt – und ab sofort Chef von Vater Heinrich Böhle (46, hinten rechts). Der junge SHK-Geselle steht unmittelbar vor dem Bestehen der Meisterprüfung in seinem SHK-Handwerk und leitet jetzt bereits das kleine Familienunternehmen, zu dem auch der künftige Auszubildende Alexandro Perkovic schon gehört. Volker Stein (Geschäftsstellenleiter Unna der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe) gratulierte im Namen der „Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Unna“ und freute sich, dass im Hause Böhle die Generationenfolge so reibungslos geklappt hat.

„Ich habe immer auf die Zukunft gebaut“, erzählte Heinrich Böhle beim Fototermin. Als er die Hofstelle in Fröndenberg-Altendorf mit damals 23 Jahren übernahm lautete sein Plan: „Im Sommer Hof und Landwirtschaft, im Winter das Sanitärhandwerk.“ So machte er sich dann später im Jahre 2010 in seinem SHK-Gewerk selbstständig und baute parallel den Reiterhof auf, der heute Platz für 65 Pferde bietet. Sohn Kevin war schon als kleiner Junge mit auf den Sanitär-Baustellen in der Kundschaft: Viele Kunden haben heute noch Stundenzettel oder Rechnungen, die Kevin damals -zu Übungszwecken- abgezeichnet und unterschrieben hatte. „Meine Welt liegt nicht auf dem Rücken der Pferde“, so der junge Unternehmer, „sondern eher in der Technik meines Handwerks – und hier gibt es quasi jede Woche neue Herausforderungen zu bestehen!“ Vor dem „Abenteuer Selbstständigkeit“ jedenfalls hat er keine Angst: „Respekt ja – und den Ehrgeiz, hier etwas weiter aufzubauen!“