Vier Stationen, viele Perspektiven: Azubi-Wheeldating bringt Handwerk und Nachwuchs zusammen

Einsteigen, ins Gespräch kommen und berufliche Perspektiven entdecken: Mit der Veranstaltung auf der Soester Allerheiligenkirmes ist die Azubi-Wheeldating-Reihe 2026 der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe erfolgreich zu Ende gegangen. Zuvor hatte das besondere Berufsorientierungsformat bereits in Lippstadt, Hamm und Werne Station gemacht. An allen vier Standorten wurde das Riesenrad zur außergewöhnlichen Plattform für persönliche Begegnungen zwischen Jugendlichen und regionalen Handwerksbetrieben. Das Ergebnis: viele interessierte Gespräche, neue Kontakte und bereits vereinbarte Praktikumsplätze.

Das Konzept ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Statt klassischer Bewerbungsgespräche treffen Schülerinnen und Schüler in den Gondeln auf Unternehmerinnen und Unternehmer, Auszubildende sowie junge Gesellinnen und Gesellen. Während der Fahrt geht es um Ausbildungsberufe, persönliche Erfahrungen, Praktikumsmöglichkeiten und Karrierewege im Handwerk. Die Gespräche finden ungezwungen, direkt und auf Augenhöhe statt – ganz ohne Bewerbungsdruck.

Vier Städte, vier starke Partnerschaften

Ob in Lippstadt, Hamm, Werne oder Soest: An allen Standorten bot das Azubi-Wheeldating Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse die Gelegenheit, die Vielfalt des regionalen Handwerks aus erster Hand kennenzulernen. Dabei setzte die Kreishandwerkerschaft auf starke Partner vor Ort: In Werne unterstützte die Wirtschaftsförderung die Veranstaltung, in Hamm waren das Jobcenter und die Agentur für Arbeit beteiligt. In Lippstadt fand das Wheeldating gemeinsam mit dem Lippe-Berufskolleg statt, in Soest mit dem Börde-Berufskolleg.

Die Jugendlichen konnten sich über ganz unterschiedliche Gewerke und Ausbildungswege informieren. Besonders wertvoll waren dabei die persönlichen Einblicke der Auszubildenden und jungen Fachkräfte, die aus ihrem Berufsalltag berichteten und Fragen rund um Ausbildung, Praktikum und berufliche Perspektiven beantworteten.

Aus Begegnungen werden konkrete Chancen

Dass das Format mehr bewirkt als einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel, zeigen die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe: An allen vier Standorten kamen Jugendliche und Handwerksbetriebe miteinander ins Gespräch. Das Interesse war groß – und blieb nicht ohne Folgen. Bereits im Rahmen der Veranstaltungen beziehungsweise im direkten Anschluss daran wurden an allen Standorten Praktikumsplätze vereinbart. Damit ist für zahlreiche Jugendliche der erste Schritt getan, das Handwerk nicht nur kennenzulernen, sondern selbst praktisch auszuprobieren.

„Wir ziehen eine durchweg positive Bilanz. In Lippstadt, Hamm, Werne und Soest haben wir viele interessierte Gespräche erlebt. Besonders freut uns, dass an allen vier Standorten bereits Praktikumsplätze vereinbart werden konnten. Genau das ist unser Ziel: junge Menschen und Handwerksbetriebe zusammenzubringen, Berührungsängste abzubauen und aus ersten Begegnungen konkrete Chancen zu entwickeln. Mein Dank gilt allen beteiligten Betrieben, Schulen und Kooperationspartnern, die diese Veranstaltungsreihe mit ihrem Engagement möglich gemacht haben. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie vielfältig und chancenreich eine berufliche Zukunft im Handwerk sein kann“, resümiert Detlef Schönberger, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe.

Mit dem Abschluss der vierten Veranstaltung endet die Azubi-Wheeldating-Reihe 2026. Die Botschaft bleibt: Das Handwerk bietet jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten – und manchmal beginnt der Weg in die berufliche Zukunft mit einem ganz besonderen Gespräch hoch oben im Riesenrad.