Warnung vor gefälschten Rechnungen und betrügerischen E-Mails
Aktuell treten Kriminelle mit gefälschten Rechnungen zum Beispiel als Berufsgenossenschaft, als „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ oder als „Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)“ auf, um für angeblich vorgeschriebene Kurse oder Weiterbildungen Geld zu kassieren.
Zwei Beispiele:
- Unter dem Absender „DGUV“ kursieren Schreiben mit dem Betreff „Einführung des digitalen Präventionsmoduls zum 1. Juli 2025 Verpflichtende Teilnahme für alle Mitgliedsunternehmen – inkl. Beitragssenkung“.
- Schreiben bzw. E-Mails an Mitgliedsunternehmen der BGN mit dem Betreff „Pflicht zur Anbringung des Augenspülstation-Schildes – Frist zur Umsetzung“ beziehungsweise „Wichtige Zahlungsaufforderung für Augenspül-Schild (verpflichtend)“.
Die Schreiben sehen täuschend echt aus und enthalten gefälschte Rechnungen. Grundsätzlich versendet die BGN keine Rechnungen für Materialien, wie etwa Schilder. Ein DGUV-Präventionsmodul existiert ebenfalls nicht.
Betriebe, die bereits gezahlt haben, werden gebeten, sich an die BGN oder DGUV zu wenden und selbst Anzeige zu erstatten. Außerdem wurden Telefon-Hotlines eingerichtet, über die schnell und sicher geklärt werden kann, ob ein Anruf oder ein Schreiben tatsächlich echt ist.
- DGUV: Kostenfreie Infoline 0800 6050404, E-Mail: info@dguv.de
- BGN: Telefon-Hotline 0621 4456-3517, E-Mail: kommunikation@bgn.de
Die Kriminellen weiten ihre Aktivitäten jedoch auch auf andere Gebiete aus. So warnt das Bundeskriminalamt aktuell vor betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit Ausschreibungen. Kriminelle nutzen dabei ausgelesene Daten über Vertragspartner, um sich als vermeintlich Ausschreibende auszugeben. In diesem Zusammenhang werden die Gewinner von Ausschreibungen per E-Mail kontaktiert. Diese E-Mails sind kurz und knapp formuliert und enthalten die Aufforderung, offene Rechnungen zu übersenden.
Was können Sie tun?
Hier finden Sie Empfehlungen des Bundeskriminalamtes zu Ihrem Schutz:
- Prüfen Sie Absender-E-Mails sorgfältig: Achten Sie auf Unstimmigkeiten wie unbekannte Domains, Rechtschreibfehler oder abweichende E-Mail-Adressen. Kontaktieren Sie den Absender bei Zweifel direkt über bekannte, offizielle Kommunikationswege.
- Verifizieren Sie Zahlungsaufforderungen: Überprüfen Sie Rechnungen und Bankverbindungen vor jeder Zahlung. Kontaktieren Sie den Gläubiger telefonisch oder über verifizierte Kanäle, um die Echtheit der Forderung und der Bankdaten zu bestätigen.
- Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden: Sensibilisieren Sie Ihr Team für derartige Betrugsversuche und etablieren Sie klare Prozesse für die Prüfung von Rechnungen und Zahlungsanweisungen.
- Melden Sie verdächtige Aktivitäten: Informieren Sie bei verdächtigen E-Mails oder Rechnungen umgehend Ihre IT-Abteilung, Ihre Bank sowie die zuständigen Behörden.
Sollten Sie bereits Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrer Bank in Verbindung, um Zahlungen zu stoppen oder zurück zu buchen und erstatten Sie Anzeige bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle.
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