Werkquartier Hamm: Neue Perspektiven für das Handwerk

Im CreativRevier Heinrich Robert sollen moderne Gewerbeflächen für Handwerksbetriebe und Unternehmen des produzierenden Gewerbes entstehen. Die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe hat die Entwicklung des Projekts von Beginn an mit begleitet und ihre Praxiserfahrung in die Planung eingebracht.

Mit dem geplanten Werkquartier Hamm entsteht im CreativRevier Heinrich Robert ein neuer Standort für das Handwerk und das produzierende Gewerbe. Auf rund 11.000 Quadratmetern sind flexible Werkstatt-, Hallen-, Büro- und Multifunktionsflächen vorgesehen. Sie sollen etablierten Handwerksbetrieben, Existenzgründungen und produzierenden Unternehmen Raum für Wachstum, neue Kooperationen und individuelle Entwicklung bieten.

Für die Realisierung sind Fördermittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro aus dem 5-StandorteProgramm vorgesehen. Das Projekt verbindet die industrielle Geschichte der ehemaligen Zeche Heinrich Robert mit neuen wirtschaftlichen Perspektiven für Hamm.

Praxisnah geplant – gemeinsam entwickelt

Die Anforderungen des Handwerks standen bei der Planung von Anfang an mit im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Stadt Hamm, IMPULS, der Handwerkskammer Dortmund und der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund hat sich die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe in die Entwicklung eingebracht. Durch Machbarkeitsstudien, Vorplanungen und Analysen wurde das Konzept konkretisiert.

Die geplanten Flächen lassen sich flexibel an die Bedürfnisse unterschiedlicher Betriebe und Gewerke anpassen. Kurze Wege, großzügige Anlieferungsbereiche sowie Stellplätze für Transporter und Lkw sollen den betrieblichen Alltag erleichtern.

„Ein Werkquartier für das Handwerk muss vom Handwerk her gedacht werden. Genau deshalb haben wir uns als Kreishandwerkerschaft über Jahre mit viel Herzblut, konkreten Planungsgesprächen und praxisnahen Vorschlägen eingebracht. Gute Ideen entstehen im Dialog – tragfähige Lösungen nur gemeinsam. Jetzt gilt es, daraus gemeinsam einen lebendigen Ort für Handwerk, Ausbildung und Innovation zu machen“, betont Detlef Schönberger, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe.

Mehr als ein Gewerbestandort

Das Werkquartier soll nicht nur Raum für Betriebe bieten, sondern auch den Austausch zwischen unterschiedlichen Gewerken fördern. Ein eigener Multifunktionsbereich ist für Veranstaltungen, Qualifizierungsangebote und gemeinsame Aktivitäten vorgesehen. Damit kann der Standort auch Impulse für die Ausbildung und Fachkräftesicherung geben.

Ergänzt wird das Konzept durch geplante Maßnahmen wie begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladestationen.

Die Innovationszentren Hamm übernehmen die Vermarktung und den Betrieb des Werkquartiers. Als moderner Arbeits-, Lern- und Begegnungsort soll es die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen stärken und neue Entwicklungsmöglichkeiten für das Handwerk in Hamm schaffen.